Stadtmarketing: Hemmoor als Marke in Position bringen
Wirtschaftsgespräch mit der IHK in der Kulturdiele

HEMMOOR. Städte stehen im Standortwettbewerb, müssen sich positionieren und profilieren, um attraktiv für Einwohner, Wirtschaft, Investoren und Besucher zu bleiben. Immer mehr Kommunen bedienen sich des Instruments des Stadtmarketings, um die Stadtentwicklung voranzutreiben. Die Samtgemeinde Hemmoor hat unlängst mit der IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum eine Vereinbarung zur Kooperation getroffen, die Beratungen, Vorträge und andere Formen der Zusammenarbeit einschließt.
Den Auftakt bildete ein Wirtschaftsgespräch in der Kulturdiele, das vor allem den politisch Engagierten und den Gewerbetreibenden mit ihren örtlichen Organisationen in der Samtgemeinde Aufschluss darüber geben sollte wie das Thema Marketing in
Hemmoor und den Mitgliedsgemeinden künftig angegangen werden kann. Samtgemeindebürgermeister Dirk Brauer begrüßte neben Jochen Werwarth von der IHK-Geschäftsstelle in Cuxhaven Jürgen Lutz, federführend für Handel und Dienstleistungen bei der IHK. Dieser zeichnete in seinem Vortrag Wege auf, wie eine Stadt als Marke inszeniert werden kann. Die Instrumente reichen von der Revitalisierung von Centren oder einzelner Viertel durch Quartiermanagement über den Prozess des Citymarketings zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit bis hin zum Stadtmanagement als solchem, das sämtliche Potenziale einer Kommune einbezieht und bündelt. „HEMMOOR FINDET SICH“ „Wir müssen nicht bei Null anfangen, sondern können auf dem aufbauen, was schon läuft“, sagte Dirk Brauer mit Blick auf erfolgreiche Initiativen aus den Reihen der Gewerbetreibenden. Es komme vor allem darauf an, die Außenwirkung zu stärken. „Hemmoor findet sich. Aber wir sind noch nicht da, wo wir hin wollen“, so Wolfgang Fels, Vorsitzender der Unternehmergemeinschaft der Stadt Hemmoor. In der Stadt entstehe ein neues Zentrum, Kaufkraft werde im Ort gebunden. Dabei dürften aber die Randbereiche nicht ausbluten. Jochen Werwarth regte an, in Hemmoor einen Leitbildprozess unter Beteiligung der Bevölkerung zu initiieren. Dieser müsse allerdings mit einer klaren Zielsetzung, Themensetzung und Schrittfolge in der Umsetzung verbunden werden, sagte Dirk Brauer. Denn nur so könne einer möglichen Beteiligungsmüdigkeit in der Bevölkerung entgegen gewirkt werden

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