„Demonstrieren, worin wir stark sind“


Planungen für Hemmoorer Gewerbeschau im September präsentiert / Schwerpunktthema gesetzt
 

Hemmoor (hol). Die Zahl von 10 000 Besuchern an den beiden Ausstellungstagen vor drei Jahren – verbunden mit der Zufriedenheit der Aussteller – ruft erneut die Unternehmergemeinschaft Hemmoor auf den Plan. Auch wenn die Feinabstimmung noch erfolgt, so steht bereits der Plan für die neue und damit dritte Gewerbeschau am 13. und 14. September, die zum ersten Mal einem Schwerpunktthema gewidmet
sein wird. Sein Konzept unterbreitete der Vorstand der Unternehmergemeinschaft jetzt den Repräsentanten der Stadt, Dirk Brauer (Stadtdirektor), Wolfgang Poit (stellv. Stadtdirektor) und Jürgen Hinck (1. stellvertretender Bürgermeister). „Wir haben uns entschlossen“, so Vorsitzende Wolfgang Fels, „die Themenfelder Senioren, Gesundheit, Gerontotechnik und Heiltherapie besonders herauszustellen“. Hemmoor als Schwerpunktort für die Gesundheitsversorgung der Menschen weit über seine Grenzen hinaus bezeichnend, „wollen wir uns über unseren Ort nach außen präsentieren“, so Fels, der eine Vielzahl leistungsfähiger Betriebe auch in den Bereichen Elektro-, Sanitär- und Baugewerbe auflistete. Diese demonstrierten, „wie man Häuser und Wohnungen behindertengerecht umbauen kann.“ Apotheker Heinz-Günter Wolf (Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände) führte das umfassende stationäre und ambulante Angebot in Hemmoor ins Feld: „Wir verfügen über beste medizinische Versorgung.“ 60 Prozent der Patienten „kommen aus dem Umkreis, um sich in Hemmoor ärztlich versorgen zu lassen.“ „Über 80 Prozent werden zu Hause alt“ Wolf stellte in den Raum: „Warum sollen wir nicht demonstrieren, worin wir stark sind.“ Zugleich kündigte er an, bestehende Verbindungen zu Pharmaindustrie und Reha-Einrichtungen bis hin zum Gesundheitsministerium zu nutzen. Ralf Drossner, Anzeigen- und Marketingleiter der Cuxhaven- Niederelbe Verlagsgesellschaft, erklärte die Bereitschaft seines Hauses, die Gewerbeschau mit einer Medienpartnerschaft zu unterstützen. Konkret nannte er eine Verlagsbeilage mit entsprechenden Präsentationen sowie Rundfunkspots beim Sender FFN. Verwaltungschef Dirk Brauer zeigte sich von dem Konzept begeistert. „Damit gehen wir auf unser Alleinstellungsmerkmal ein und präsentieren etwas, was nicht jeder zeigt.“ Hier werde nichts Künstliches geschaffen, sondern „wir stellen uns aus der vorhandenen Struktur heraus dar.“ Auch Jürgen Hinck brachte seine Freude über den Themenschwerpunkt zum Ausdruck und beleuchtete diesen von der handwerklichen Seite. Um alten Menschen ein Leben zu Hause in gewohnter Umgebung ermöglichen zu können, erfordere eine zunehmende Gebrechlichkeit bauliche Veränderungen. Dazu Wolfgang Fels: „Über 80 Prozent der Deutschen werden zu Hause alt. Wir müssen und können Wege finden, ihnen das Umfeld zu gestalten.“ Veranstaltungsort auch dieser dritten Leistungsschau wird das Hemmoorer Zentrum sein. Schon jetzt liegen 30 verbindliche Standanmeldungen vor, wobei ein Gesamtpotenzial von 80 Ausstellern (2005: 60) aus Hemmoor und Umgebung angestrebt wird. Die Höhe der Standmieten soll unverändert bleiben, von den Besuchern auch diesmal kein Eintrittsgeld erhoben werden. Auch die Partnerstädte Swaffham, Couhé und Rüdersdorf werden vertreten sein und mit regional- sowie landestypischen Spezialitäten für ein authentisches internationales Flair sorgen. Krankenkassen soll Gelegenheit zu Beratung und Information gegeben werden, nach einem Vorschlag von Apotheker Wolf Diskussionsreihen und Foren mit
Fachleuten zu verschiedenen Themen geboten werden. Die Öffnungszeiten der dritten Gewerbeausstellung: Sonnabend, 13. September, von 14 bis 20 Uhr und am Sonntag, 14. September, von 10 bis 18 Uhr. Auch wenn ein attraktives Rahmenprogramm noch in der Planung ist, wird nach dem ökumenischen Gottesdienst am Sonntagmorgen auf jeden Fall wieder ein Jazz-Frühschoppen stattfinden.

  
Die dritte Hemmoorer Gewerbeausstellung ist auf den Weg gebracht (v. l.): Ralf Drossner, Klaus Winter Bernd Brauer, Peter-Klaus Rambow, Wolfgang Fels, Jürgen Hinck, Heinz-Günter Wolf, Wolfgang Poit, Dirk Brauer und Jürgen Hänke. Foto: Holthausen

Quelle: NEZ

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